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Für mich gibt es 3 Serienkategorien.
In die erste fallen die Serien, die für mich so kompliziert und undurchsichtig sind, dass ich sie nur staffelweise, also möglichst in den Ferien oder auch am Wochenende, schauen kann. Hier zählen auf jeden Fall Heroes und Fringe dazu.
Die 2. Kategorie fallen Serien, die ich bis zum Mai wöchentlich verfolg(t)e. Dies sind zur Zeit, auch wenn einige gerade hier Seasonfinale hatten und nun bis zum September Pause ist:
Brothers & Sisters: In der ersten Folge fiel der Familienpatriarch einem Herzanfall zum Opfer. Frau und 5 Kinder, gespielt von Sally Field und u.a. Calista Flockheart aka Ally McBeal, entdecken sein dramatisches Doppelleben, und für diese Serie wurde das Wort Drama erfunden.
Denk dir das Schlimmste und Überraschendste aus, dann wird es hier passieren. Warum Sally Field sogar den Emmy für ihre Rolle der Nora Walker bekommen hat, bleibt mysteriös. Ihre immergleiche Miene zeigt sorgenvolle Augen und eine rotgeschminkte Nase, als ob sie gleich weint. Traditionelle Werte werden hochgehalten, auch wenn es das coming out des Onkels und ein verheiratetes Schwulenpärchen gibt. Ich wäre nicht böse gewesen, wenn die Serie nicht weitergangen wäre, aber so: cannot stop watching, und so beginnt im September Staffel 5.
Flash Forward: Großartige Serie zu großartiger Idee: Die Welt fällt kollektiv ins Koma und sieht für 2 Minuten und 17 Sekunden die Zukunft. Der Plot ist um das Ermittlerteam des FBI angelegt, und neben der Jagd um Erkenntnisse des Warum? und Wieso? stehen große Fragen im Mittelpunkt: Können wir unseren Weg ändern? Entscheiden wir selbst? Leider wird es nun nach der ersten Staffel abgesetzt, und zwar zugunsten von V. Das habe ich nur die ersten 7 Folgen durchgehalten, schlechter Durchschnitt.
The Good Wife: Diese Serie hat alles. Reale Politikgeschichte, wenn mal wieder ein Senator vor die Kamera tritt und um Entschuldigung bittet, während seine Frau bleich hinter ihm steht. Und dann dreht sich alles: Hier verzeiht die Ehefrau nicht, und wir sehen, wie the good wife, während ihr Mann im Gefängnis ist, ihre alte Arbeit wieder aufnimmt, mit den Problemen der Doppelbelastung – sie hat 2 Kinder im Teenageralter – und ihrer Rolle als Frau konfrontiert wird, vom Haifischbecken der Anwaltskanzlei ganz zu schweigen. Eine Frau, die ganz offensichtlich viel nachdenkt, und dabei die richtigen Entscheidungen zwischen Pragmatismus und eigenen Ansprüchen fällt. Pflichtprogramm.
Wenn man in Serien verpackte NYC Touristenwerbung mag, ist White Collar gute Unterhaltung. Ein gefasster Betrüger, sehr schick im 60er Jahre Style, hilft dem FBI und verfolgt hinter den Kulissen die Lösung seiner eigenen Rätsel. Eine nette Rolle hat hier Willie Garson, der einst als Carrie Bradshaws bester Freund Stanford berühmt wurde.
Burn Notice: Besonders sehenswert wegen [the trigger happy ex-girlfriend] des Protagonisten, die von Gabrielle Anwar gespielt wird. Umgeben von genormten D-Cup Brüsten im geklonten Miami Land, ist es ein Vergnügen, der nicht mehr 20jährigen beim Bombenbauen, Schießen und Betrügen zuzuschauen.
Schwächster Programmpunkt der Woche ist dann 90201: Rein aus wissenschaftlichem Interesse verfolgt, ist diese Serie Pain in the Ass, und es braucht viel Mut, dies durchzustehen. Reiche Kinder bekommen Kinder, sind drogenabhängig, belügen und betrügen sich die ganze Zeit, haben Sex mit dem Freund der Schwester oder fahren Obdachlose tot und pflegen ihre heterosexuellen Rollenmodelle. Das einzige Mädchen, was diesem Scheiß etwas entgegenzusetzen hatte wurde als “nicht richtiges Mädchen” diffamiert. Trotzdem sind sie Stars und Vorbilder unserer Teenager, und wenn man wissen möchte, warum spätestens in 10 Jahren die Welt im Arsch ist, dann sollte man 90210 sehen.
Wiederum Entspannung bietet dann die jeweils aktuelle Staffel von Americas Next Topmodel. Der ultimative Beweis, warum die Amis den Deutschen was voraushaben. Während im deutschen Fernsehen Nazitante Heidi Klum alle mit 2 min Pausen foltert, um zweieinhalb Stunden zu füllen, macht das Tyra Banks locker flockig hart und schmeißt immer nach 40 Minuten eines der Mädchen hinaus.
Abgerundet wird das ganze von The Tudors, einem anspruchsvolleren Historienschinken. Normalerweise bin ich nicht besonders an der längst vergangenen Vergangenheit interessiert, doch diese kanadisch-irische Produktion, die nun mittlerweile in der 4. Staffel und damit letzten Staffel läuft, hält sich immer noch auf meinem schedule. Gezeigt wird die Geschichte Heinrichs des Achten, seiner zahlreichen Frauen und die politischen Kämpfe dieser Zeit in England.
Und ja, das geht: Ich habe nämlich keinen Fernseher.
In die 3. Kategorie meiner Serienwelt werden alle Serien eingeordnet, die nicht mehr laufen, die ich jedoch zum ersten oder zum zweiten Mal schaue, und manchmal noch öfter. Veronica Mars gehört hierher, Buffy the Vampire Slayer, The Wire. Und natürlich gibt es noch weitere Serien, aber dazu demnächst mehr…

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